Low Carb Tipps & Tricks

Zuckerarten – Unter welchem Namen sich Zucker versteckt und welche Zuckerarten es gibt.

Zuckerarten – Unter welchem Namen sich Zucker versteckt und welche Zuckerarten es gibt.

(Low Carb Kompendium) – Du kennst das sicherlich. Du willst dich gesünder ernähren oder einfach nur ein paar Kilo verlieren und im Zuge dessen auf Zucker verzichten. Beim Einkaufen ein kurzer Blick auf die Verpackung und wenn kein Zucker drauf steht oder zuckerfrei draufsteht, landet das gewünschte Produkt im Einkaufswagen.

Doch die Lebensindustrie hätte nicht einen so „guten“ Ruf, wenn es für den Verbraucher so einfach wäre. Tarnen, täuschen und tricksen lautet das Motto. Der Lebensmittelindustrie ist kein Kniff zu schade, um den Verbraucher zu täuschen. Zwar gibt es die sogenannte Zuckerartenverordnung, jedoch ist diese eher für die Lebensmittelindustrie als für den Verbraucher verfasst.

Es gibt weitaus mehr als 40 Zuckerarten bzw. Synonyme, die die Industrie nutzt um ihre Produkte zu süßen bzw. den industriell hergestellten Lebensmitteln Geschmack zu geben. Der Witz an der Sache ist, nicht bei allen Zuckerarten muss die Lebensmittelindustrie darauf hinweisen, dass Zucker enthalten ist und darf teilweise entsprechende Produkte als zuckerfrei deklarieren.

Für den Verbraucher, also für dich, ist das natürlich eine Katastrophe. Du denkst, du ernährst dich zuckerfrei, aber dein Blutzuckerspiegel tanzt trotzdem Tango und du wirst ständig von Heißhungerattacken getrieben. Im schlimmsten Fall verändert sich dein gesundheitliches Befinden nicht zum Positiven und ein erfolgreiches Abnehmen ist dadurch auch nicht gewährleistet.

Heute stell ich dir einige Zuckerarten vor, auf die du beim Einkaufen achten solltest. Die Liste der Zuckerarten ist natürlich nicht vollständig, das würde den Rahmen sprengen. Weitere Informationen zum Thema Zucker gibt es in unserem Artikel „Zuckeralternativen“.

Dextrose

Dextrose gehört zu den Einfachzuckern und ist in der Regel als Traubenzucker oder Glucose bekannt. Mittlerweile findest Du die Bezeichnung Dextrose auch häufig auf Markenprodukten bzw. als Produktbezeichnung.

Saccharose

Saccharose ist einfacher Haushaltszucker. Saccharose eignet sich zum Beispiel hervorragend dazu Karamell herzustellen. Zudem hat dieser Kristallzucker eine sehr hohe Wasserlöslichkeit und lässt sich dadurch sehr gut verarbeiten. Saccharose ist ein Zweifachzucker, der sich aus den Einfachzuckern Fructose und Traubenzucker zusammensetzt.

Raffinade

Raffinade ist eine weitere Bezeichnung für Saccharose. Dieser Zucker ist der bekannte raffinierte Haushaltszucker, den Du in der Regel im Supermarkt kaufst. Durch mehrfache Reinigung und Verarbeitung des Rohrzuckers entsteht Saccharose mit ca. 99,8 %. Raffinade respektive raffinierter Zucker sind als Begriffe vom Gesetzgeber her geschützt.

Raffinose

Die Zuckerart Raffinose schmeckt im Gegensatz zu anderen Zuckerarten weniger bis gar nicht süß. Bei der Raffinose haben wir es mit einem sogenannten Dreifachzucker zu tun, der aus folgenden drei Einfachzuckern besteht:

  1. Glucose
  2. Fructose
  3. Galaktose

Raffinose findet sich häufig bei pflanzlichen Lebensmitteln wieder, insbesondere bei Hülsenfrüchten.

Galaktose

Wie bereits erwähnt gehört Galaktose zu den Monosacchariden und ist ein weiterer Energieträger für deinen Körper. Galaktose findet sich als Baustein in verschiedenen anderen Zuckerarten wieder, wie die genannte Raffinose. Galaktose hat Gegenüber der Saccharose eine geringere Süßkraft.

Farin

Farin ist eine Zuckerart die im größten Teil aus Saccharose besteht und aus der Zuckerrübe hergestellt wird. Farin entsteht während der Raffination und zeichnet sich durch seinen malzigen Geschmack aus. Farin ist ein sehr feiner Zucker und erhält durch die Zugabe von Sirup eine braune Farbe.

Muscovade

Muscovade (manchmal auch Muscovado) ist nichts anderes als brauner Rohrzucker. Dieser wird auch als Roh-Rohrzucker bezeichnet, da er unraffiniert ist. Rohrzucker und Rübenzucker haben chemisch betrachtet die gleichen Zusammensetzungen, unterscheiden sich jedoch in der Intensität des Geschmacks. Rohrzucker besitzt weitaus mehr Aromen.

Hexosen

Wenn Du auf den Begriff Hexosen triffst, so hast Du es mit einer Sammlung von verschiedenen Monosacchariden zu tun. Unter anderem sind dies die Einfachzucker Fructose, Glucose und Galaktose.

Maltose

Maltose, oder auch Malzzucker, ist ein Produkt das beim Abbau von Glykogen und Stärke entsteht. Maltose ist, wie Du es eventuell schon erahnt hast, in Bier, Whisky oder anderen Branntweinen enthalten. Während des Gärungsprozesses wird die enthaltene Stärke der Gerste in Malzzucker zerlegt.

Allgemeines zu den Zuckerarten und Zuckernamen

Neben den aufgelisteten Zuckerarten gibt es noch eine Vielzahl weiterer Zuckerarten, die in der Industrie verwendet werden. Oftmals finden sich die verschiedenen Zuckerarten sogar unter anderen Synonymen wieder, die es dem Verbraucher fast unmöglich machen, alle Arten und Nennungen von Zucker zu kennen.

  • Isoglucose,
  • Laevulose,
  • Mannit,
  • Melasse,
  • Laktose (Milchzucker),
  • Sorbit (Sorbitol),
  • Fructose (Fruchtzucker),
  • Polysaccharide (Mehrfachzucker),
  • Oligosaccharide (Mehrfachzucker),
  • Zweifachzucker (Disaccharide),
  • Glucose (Glukose, Dextrose, Traubenzucker),
  • Glukosesirup (Maissirup, Weizensirup, Reissirup),
  • Maisstärke,
  • Weizenstärke,
  • Reisstärke.

Grundsätzlich solltest Du beim Einkaufen darauf achten, alle Inhalte kritisch zu begutachten die mit –Ose enden. Dies gilt ebenso für Lebensmittel die Saccharide enthalten. Bei Fertigprodukten wird gerne mit Stärke gearbeitet.

Zuckerarten – das Fazit

Es gibt vielfältige Arten von Zucker, die in der Industrie zur Anwendung kommen bzw. Synonyme, die für die Auszeichnung auf den Produkten verwendet werden. Was in diesem Artikel nicht berücksichtigt wurde, sind die verschiedenen Auswirkungen und die jeweilige Verwertung der Zuckerarten. Das würde an dieser Stelle jedoch den Rahmen sprengen.

Es gilt im Allgemeinen darauf zu achten, Einfachzucker zu vermeiden und für gewöhnlich auf Mehrfachzucker respektive komplexe Kohlenhydrate, zurückzugreifen. Diese müssen vom Körper erst aufgespalten werden und haben dadurch einen längeren Sättigungseffekt und einen geringeren Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und damit auf den Insulinspiegel.

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