Low Carb Rezepte mit Eier

Low Carb Rezepte mit Eier


Informationen rund um das Ei

Das Ei hat gerade in der Low Carb Ernährung seinen festen Platz eingenommen und gehört auch in der normalen Ernährung zu den Grundnahrungsmitteln. Während es früher viele kritische Stimmen aufgrund fehlerhafter wissenschaftlicher Studien im Bereich Cholesterin in Bezug zum Ei gab, gilt das Ei heute als hochwertiges Lebensmittel

Insbesondere bei einer Low Carb Ernährung in Kombination mit einer Reduktionsdiät bietet das Ei viele Vorteile. Schließlich punktet das Ei mit einem hohen Anteil ein Protein, welches auch noch eine vorzügliche Bioverfügbarkeit aufweist. Zudem enthalten Eier fast alle für den Körper lebensnotwendige Vitamine. Die einzige Ausnahme bildet das Vitamin C.

Mythen rund um das Ei

Einer der größten Mythen rund um das Lebensmittel Ei ist, das Eier schlecht für den Cholesterinspiegel sind. Dieser Mythos wird bis zum heutigen Tage verbreitet ohne den Hintergrund der Studie zu kennen, die auf dieser Erkenntnis basiert.

In der Studie von Professor Anitschkow wurden nämlich Kaninchen mit Eigelb gefüttert. Das Problem daran ist, dass Kaninchen rein vegane Lebewesen sind und in der freien Natur nie auf die Idee kommen würden Eier oder andere cholesterinhaltige Lebensmittel zu fressen.

Da Kaninchen von Natur aus keine Möglichkeit haben Cholesterin abzubauen, im Gegensatz zu uns Menschen, war durch die Gabe von Cholesterin die Sterblichkeitsrate der armen Versuchstiere abstrus hoch. Das Ergebnis wurde dann in vollem Umfang auf den Menschen angewandt.

Mittlerweile weiß man, dass das Lebensmittelcholesterin nur einen sehr geringen Einfluss auf die Cholesterinwerte hat und ganz andere Faktoren wichtig sind um seinen Cholesterinspiegel in den Griff zu bekommen. Mehr Informationen zum Thema Cholesterin findest Du in dem Artikeln „Cholesterinarme Ernährung“.

Eier und die Salmonellen Gefahr

Insbesondere bei Low Carb Rezepten mit rohen Eiern wie der „KiloKick”, befürchten einige Leser immer wieder die Gefahr einer möglichen Salmonellenvergiftung. Wenn man jedoch die Grundlagen der guten Küchenhygiene beachtet, besteht kein Grund zur Sorge. Allgemein ist die Salmonellengefahr in Deutschland sehr gering aufgrund der Hygienebestimmung bei der Produktion.

Grundsätzlich solltest Du für deine Low Carb Rezepte immer nur frische Eier verwenden und deine Eier nach dem Kauf sofort im Kühlschrank lagern. Zudem gilt natürlich auf absolute Sauberkeit im Umgang mit verwendeten Küchenutensilien zu achten. Auch das gute alte Händewaschen vor dem Kochen sollte zwingend beachtet werden.

Solltest Du Nahrungsmittel mit rohem Ei zubereiten, gilt es die Lebensmittel so schnell wie möglich zu verzehren. Eine längere Aufbewahrung empfiehlt sich nicht. Ferner sollte die Kühlkette immer eingehalten werden. Ich nutze nun bald 30 Jahre rohe Eier für die Herstellung verschiedener Nahrungsmittel und war noch nie von Salmonellen betroffen.

Sind braune Eier gesünder als weiße Eier?

Immer wieder wird die Frage gestellt ob man nicht lieber braune Eier in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nutzen sollte. Die Farbe der Eier hat jedoch nichts damit zu tun ob das Ei gesünder ist.

Die Farben der Eier unterscheidet sich nur aufgrund der unterschiedlichen Rassen der Hühner und haben keinerlei Einfluss auf die Qualität der Eier und der Nährwerte. In Low Carb Rezepten mit Eiern können also ruhig beide Sorten verwendet werden.

Jedoch gibt es auch beim Ei qualitative Unterschiede. Diese Unterschiede werden jedoch nicht durch die Farbe festgelegt, sondern durch Haltung und Fütterung der Hühner. Studien belegen, dass Hühner die nicht nur mit Saat und Korn gefüttert werden, sondern auch

  1. Schnecken,
  2. Würmer,
  3. Pflanzen,
  4. Insekten

zu fressen bekommen qualitativ deutlich höherwertige Eier legen. Die Werte veränderten sich zum Teil drastisch. Die Eier weisen mehr Vitamin A, 2× mehr Omega-3-Fettsäuren, 3× mehr Vitamin E, 4 bis 6× mehr Vitamin D, 7× mehr Beta-Carotin, ⅓ weniger Cholesterin und ¼ weniger gesättigte Fettsäuren auf.

Auch beim Hühnerei gilt also, dass billiger auf die Qualität geht. Man sollte also überlegen ob man für so ein hochwertiges Lebensmittel nicht doch lieber einen Euro mehr ausgibt und sich damit etwas Gutes tut.

Woher kommen meine Eier und wie ist die Haltungsform?

Viele Menschen, die sich dem Low Carb Lifestyle verbunden fühlen, beginnen mit der Zeit, die Herkunft ihrer Lebensmittel zu hinterfragen und sich bewusster zu ernähren. In Deutschland bzw.in der EU werden Eier mit einem Erzeugercode gekennzeichnet.

Die erste Ziffer steht für die Haltungsart der Hühner. Dabei steht die 0 für Bio-Eier, die 1 für die Freilandhaltung, die 2 bedeutet Bodenhaltung und für die Kleingruppenhaltung sowie die Käfighaltung ist die 3 reserviert.

Die weiteren Buchstaben auf dem Erzeugercode geben das Herkunftsland wieder. Mit den anschließenden Zahlen können die Herstellerbetriebe eindeutig identifiziert werden. Mittels Erzeugercode können die Betriebe auch weitere freiwillige Angaben wie zum Beispiel das Legedatum oder die Fütterungsart machen.

Bio-Eier, Freilandeier oder Bodenhaltung. Welches Ei soll es nun sein?

Neben den Kosten und der damit verbundenen Qualität, sollte beim Kauf auch die Verantwortung des Konsumenten eine Rolle spielen. Betrachten wir zunächst die verschiedenen Klassifizierungen, die im Supermarkt angeboten werden, kommen wir natürlich zu dem Schluss, dass Bio-Eier immer die erste Wahl sein sollten. Hier haben wir es neben der höchsten Qualität aber in den meisten Fällen auch mit dem höchsten Preis zu tun.

Als Alternative bietet sich der Kauf von Eiern aus Freilandhaltung für die Zubereitung von Low Carb Rezepten mit Eiern an. Tatsächlich ist es sogar so, das in bestimmten Fällen Freilandeier eine bessere Qualität vorweisen als ihre Bio-Verwandten.

Dies liegt in den Vorschriften für die Produzenten um das „Bio-Siegel“ zu erhalten. Neben einem hohen bürokratischen Aufwand ist der Erhalt des Siegels auch mit einem verstärkten Kostenaufwand verbunden. Gerade Kleinbauern können diesen Aufwand nicht tragen, verzichten so auf die Bio-Zertifizierung und bekommen nur die Einstufung der Freilandhaltung.

Das ist natürlich auf dem zweiten Blick völlig abstrus. Denn gerade Hühner von Kleinbauern können eine weitaus höhere Qualität aufweisen, als ein industriell hergestelltes Bio-Ei aus der Bio-Massenproduktion. Wer schon einmal seinen hiesigen Bauern aufgesucht hat und sich dort Eier gekauft hat, weiß wovon ich schreibe.

Bio ist also auch hier nicht immer die bessere Wahl. Die Faustregel ist jedoch im Supermarkt nach Möglichkeit auf Bio-Eier zurückzugreifen. Wer die Kosten des Bio-Eis scheut, sollte wenigstens die Freilandeier im Supermarkt kaufen.

Auf kleineren Märkten, wie dem hiesigen Wochenmarkt, kann das Freilandei jedoch grundsätzlich die bessere Wahl sein. Es gilt also: Augen auf beim Eierkauf. Auf Eier aus Bodenhaltung oder Käfighaltung solltest Du insbesondere aus ethischen Gründen grundsätzlich verzichten.