Gesundheit

Shatavari: Was ist dran an den heilenden Kräften des wilden Spargels?

Ayurvedische Kostbarkeiten, wie Ashwagandha und Shatavari werden derzeit immer beliebter, da die Einnahme positive Wirkungen auf den Körper und das Immunsystem versprechen. Im Fall von Shatavari sind besonders Frauen angesprochen.

Der ungewöhnlichen Pflanze werden faszinierende Wirkungen auf die Weiblichkeit und Fruchtbarkeit nachgesagt. Erfahre hier mehr darüber, was sich hinter der Pflanze verbirgt, wie man sie verwendet und was die Wissenschaft dazu sagt.

Shatavari: Was ist das?

Bei Shatavari handelt es sich um eine Pflanze, genauer gesagt um eine wilde Spargelart. Sie kommt im Rahmen von ayurvedischen Behandlungen zum Einsatz, der traditionellen indischen Heilkunst, etwa in wertvollem Ghee. Es heißt, sie habe besondere positive Wirkungen, insbesondere auf Frauen, ihre Weiblichkeit, das Immunsystem, die Regelschmerzen sowie auf Haut und Haare. Der Handel bietet Produkte mit Shatavari auch in Deutschland an.

Die internationale botanische Bezeichnung lautet Asparagus racemosus. Im deutschen Sprachraum ist sie auch unter dem Namen Indischer Spargel bekannt. Einige weitere Bezeichnungen oder alternative Schreibweisen sind ebenfalls geläufig, vor allem im englischsprachigen Ausland sowie in Indien:

  • Satavar
  • Shatamull
  • Shatawari

Herkunft, Botanik und Anbau des indischen Spargels

Die Art Asparagus racemosus stammt ursprünglich aus Indien und dem Himalaya. Das Spargelgewächs ist dort auf Flächen verbreitet, deren Boden sich durch Kies und Felsen auszeichnen. Hauptsächlich lässt es sich auf hochgelegenen Ebenen zwischen 1.300 und 1.400 Metern finden. Inzwischen gibt es die Pflanze auch in einigen anderen Teilen der Welt:

  • Afrika, zum Beispiel in Eritrea, Kenia, Mosambik, Namibia und Madagaskar
  • Asien: Bhutan, Nepal, Pakistan, Indonesien, Sri Lanka, Myanmar
  • Nord- und Westaustralien

Der oberirdisch wachsende Teil der Spargelart kann ein bis zwei Meter groß werden. Die Blätter wirken aufgrund ihrer Form fast wie die Nadeln von Nadelbäumen, doch es handelt sich um sogenannte reduzierte Blätter. Wie die Triebe sind sie grün.

Shatavari fängt etwa im Juli an, zu blühen. Dann befinden sich viele dekorative weiße Blüten an kurzen stacheligen Blütenstängeln. Ab September setzen die Pflanzen schließlich auch Früchte an. Dabei handelt es sich um rundliche Beeren, die rot, schwarz oder lila gefärbt sind.

Shatavari: Die Wurzel im Blick

Interessanter ist aber der unterirdische Teil der Pflanzen. Das Wurzelsystem besteht aus dutzenden Knollenwurzeln. Pro Pflanze können es bis zu 100 Stück sein. Jede Wurzel ist bis zu einem Meter lang. Nach der Ernte der Wurzeln schließt sich die Trocknung an. In dieser Form sind verschiedene weitere Verarbeitungen möglich, etwa als Pulver, Kapseln oder Tabletten.

Zustand der Herkunftsgebiete

Im natürlichen Herkunftsgebiet gilt indischer Spargel heute als gefährdet. Für die Ernte ist es leider notwendig, die gesamte Pflanze zu entnehmen. Außerdem kommt es zu einer Zerstörung des Lebensraums. Dadurch sind die natürlichen Bestände inzwischen stark zurückgegangen.

Shatawari im europäischen Verkauf stammt in der Regel aus Indien. Möchtest du Produkte mit indischem Spargel kaufen, achte der Natur zu Liebe darauf, dass die Zutaten aus ökologischem Anbau stammen. Du erhältst die Produkte übrigens auch in Bio-Qualität.

Wirkung von Shatavari und die Studienlage

Anhänger des Ayurveda sprechen Shatavari zahlreiche positive Wirkungen zu. Einen ersten Hinweis gibt bereits die exakte Übersetzung des Begriffs: „Die, die hundert Männer besitzt“. Laut dieser Annahme verleiht die Pflanze Frauen Kraft und Ausdauer, um es sexuell mit vielen Männern aufzunehmen. Doch das traditionell indische Heilmittel unterstützt Frauen laut ayurvedischer Sichtweise in jeder Lebensphase.

Es heißt, in erster Linie steigere sie die Fruchtbarkeit und Weiblichkeit. Die Libido nähme zu, Regelschmerzen legen sich, die Schwangerschaft werde einfacher. Auch die Beschwerden der Wechseljahre ließen nach. Selbst Männer profitierten von der positiven Wirkung auf die Sexualität, heißt es.

Darüber hinaus lindert Shatawari der indischen Heilkunst zu Folge unter anderem die folgenden Beschwerden:

  • Schmerzen
  • Ängste
  • PMS (Prämenstruelles Syndrom)
  • Entzündungen bei Bronchitis
  • Magengeschwüre
  • Verdauungsbeschwerden

Was ist dran an – das sagen Studien

Leider gibt es bisher nur sehr wenige Studien zu Shatavari und seiner Wirkung. Daher lässt sich keine der getroffenen Aussagen wissenschaftlich belegen.

Rund um die Themen Weiblichkeit und Frauen gab es allerdings eine Studie speziell zu den Auswirkungen den indischen Spargels auf die Laktation. Dabei handelt es sich um den Fachbegriff für die Milchabsonderung der Brustdrüsen zum Zwecke des Stillens. Die Ergebnisse der Studie waren jedoch nicht eindeutig.

Nebenwirkungen bei der Einnahme

Klar ist aber: Weder bei dem Müttern noch bei ihren Babys soll die Studie nachteilige Effekte festgestellt haben. Insgesamt ist die Forschungslage aber gerade im Bereich der Nebenwirkungen ausgesprochen dünn. Das muss nicht bedeuten, dass die Pflanze wirkungslos ist. Wer aber Shatavari einnimmt, muss das Risiko für sich selbst einschätzen.

Vor allem in der Schwangerschaft ist zu einer Einnahme nicht zu raten, bis mehr über die Wirkung bekannt ist. Im ayurvedischen Bereich heißt es, dass die Pflanze aufgrund einer Erhöhung des Kapha-Dosha zu einer leichten Gewichtszunahme führen kann.

Verwendung von Shatavari

Die Pflanze wird in der indischen Heilkunst verwendet, um das Wohlbefinden der Frauen zu verbessern, etwa um Beschwerden der Wechseljahre oder Regelschmerzen zu lindern. Auch setzen viele Menschen die Pflanze als Libido anregendes Aphrodisiakum und unterstützenden Wirkstoff für das Immunsystem ein.

Manche Frauen schwören auf eine verjüngende Wirkung auf die Weiblichkeit. Sie sind sich sicher, dass die Wirkstoffe die Fruchtbarkeit steigern und etwa die Empfängnis einer gewollten Schwangerschaft begünstigen. Männer greifen ebenfalls gern zu, um ihre Potenz und Libido zu steigern.

Doch wie verwendest du das Produkt? Wie solltest du es zu dir nehmen?

Nach dem Ernten und Trocknen der Wurzel kommt es zunächst zu einer Weiterverarbeitung. Produkte auf der Basis von Shatavari gibt es als Pulver, Kapseln oder Tabletten – auch in Bio-Qualität.

Auf den Packungsbeilagen der Produkte findest du in der Regel auch detaillierte Informationen zur weiteren Verwendung. Kapseln und Tabletten nimmst du meist pur mit etwas Wasser ein. Das Pulver verwendest du auf vielfältige Art, etwa in Ghee, Mondmilch oder in Smoothies. Im Laufe des Artikels stellen wir dir einige dieser Rezepte genauer vor.

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FAQ zu Shatavari

Mit dem wachsenden Trend um Shatavari, tauchen viele Fragen rund um die Wirkung der Pflanze auf. Im Folgenden beantworten wir für dich die häufigsten Fragen.

Steigert Shatavari die Fruchtbarkeit?

Nach Angaben der Europäischen Akademie für Ayurveda dient indischer Spargel als sogenanntes Rasayana. Dabei handelt es sich um eine energiesteigernde Nahrungsergänzung, beziehungsweise ein Heilmittel, Verjüngungsmittel oder Lebenselixier. Die Akademie rät neben anderen Naturerzeugnissen zur Einnahme vor der Empfängnis, um die Fruchtbarkeit zu verbessern. Zweimal täglich vor dem Essen eingenommen solle das Heilmittel die Fruchtbarkeit steigern und Brust und Gebärmutter vergrößern. Wissenschaftliche Belege gibt es dafür jedoch nicht.

Verbessert Shatavari das Erleben der Wechseljahre?

Das Ayurveda Journal bezeichnet die Wurzel des indischen Spargels als „generell wirkungsvoll“ in den Wechseljahren. Sie enthalte hormonähnliche Substanzen, die den Mangel im Körper der Frauen ausgleichen. Es komme zu keinen unangenehmen Nebenwirkungen. Jedoch rät das Magazin dazu, einen ayurvedischen Arzt mit Erfahrung auf diesem Gebiet aufzusuchen, um eine gute Qualität sicherzustellen. Auch für diese Wirkung sind keine wissenschaftlichen Belege bekannt.

Ist Shatavari ein Superfood und wenn ja warum?

Indischer Spargel ist kein typisches Superfood. Da es sich bei Superfood jedoch eher um einen Marketingbegriff handelt, verwenden einige Händler diesen aufgrund der vielen nachgesagten positiven Eigenschaften ayurvedische Lehre auf die Weiblichkeit, das Immunsystem, Regelschmerzen, das Erreichen einer Schwangerschaft oder die Wechseljahre.

Wie dosiere ich das Produkt?

Wenn du Shatavari verwendest, ist es wichtig, auf die Produktinformationen zu achten. Lese die Packungsbeilage genau. Bei Pulver ist zum Beispiel zweimal täglich ein Teelöffel möglich.

Rezepte mit Shatavari

Es gibt diverse Möglichkeiten Shatavari zu sich zu nehmen. Zwei Rezepte möchten wir dir nun vorstellen:

Rezept Moon Milk

Bei Moon Milk handelt es sich um ein Getränk, das man am Abend verwendet, um besser zu schlafen. Die Hauptzutat ist warme Milch. Eine vegane Variante ist ebenfalls verfügbar. Als weitere Zutaten kommen indischer Spargel oder Ashwagandha hinzu.

Du möchtest wissen, wie man die Mondmilch zubereitet und verwendet? Für die Moon Milk mit Shatavari benötigst du diese Zutaten:

  • Milch (Kuh-, Cashew- oder Mandelmilch)
  • Gewürze (Ingwer, Kardamom, Kurkuma, Nelken, Safran, Zimt)
  • Adaptogene (etwa der indischer Spargel oder Ashwagandha)
  • weitere Zutaten nach Wunsch – Honig, Kakao, Beeren, etc.

So bereitest du das Rezept zu:

  1. Erwärme die Milch in einem großen Topf. Handelt es sich um Kuhmilch, ist diese zuvor mehrmals abzukochen. Achte darauf, dass Kuhmilch zum Überkochen und Anbrennen neigt. Bleibe daher die ganze Zeit am Topf stehen und rühre regelmäßig mit einem Holzlöffel um.
  2. Gib anschließend alle anderen Zutaten hinzu und lasse alles ein paar Minuten einköcheln. Tipp: Für eine Portion Moon Milk benötigst du 250 ml Milch und einen Teelöffel Shatavari Pulver.
  3. Siebe gegebenenfalls alles ab und gib das Getränk in eine hitzebeständige Tasse.
  4. Lasse die Mondmilch etwas abkühlen und trinke sie in Ruhe.

Rezept Smoothie

Ein Smoothie ist das perfekte Frühstück für einen guten Start in den Tag. Im Prinzip kannst du den indischen Spargel in Pulverform in jeden erdenklichen Smoothie einrühren.

Bereite ihn einfach so zu, wie du es immer machst und gib als letzte Zutat das Pulver hinzu und rühre es unter. Am besten eignet sich die Wurzel jedoch in Obst-Smoothies, da hier der Eigengeschmack nicht so stark durchkommt.

Fazit: Regelschmerzen, Haare und Haut im Einklang

Interessierst du dich für ayurvedische Behandlungen, lohnt es sich, den indischen Spargel einmal zu versuchen.

Als Frau heißt es, profitierst du davon. Eine jahrhundertealte Tradition verspricht es dir.

Die Wissenschaft hält sich zur Zeit jedoch bedeckt.

Es ist zu raten, zumindest in der Schwangerschaft zu verzichten. Ansonsten scheint es keine Nebenwirkungen zu geben, wenn man Shatavari verwendet.

 

Shatavari im Überblick 

Shatavari: Infografik zum wilden Spargel
Shatavari: Infografik zum wilden Spargel

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