Kräuter & Pflanzen

So wirkt Kreuzkümmel auf deine Gesundheit!

Kreuzkümmel, auch als Cumin bekannt, begegnet uns häufig als Küchengewürz. Doch neben der geschmacklichen Bereicherung unserer Speisen steckt darin noch weitaus mehr.

So kommt die Gewürzart deiner Gesundheit nicht nur in deiner Ernährung, sondern auch als Heilmittel verwendet, zugute. Zudem gilt das Wundergewürz auch als echter Schlankmacher, da es unseren Fettstoffwechsel gewaltig ankurbelt.

Im Folgenden erfährst du, was wirklich alles in diesem Tausendsassa aus dem Gewürzregal steckt.

Rund um die Pflanze

Name: Kreuzkümmel, Römischer Kümmel, Mutterkümmel, Weißer Kümmel, Welscher Kümmel
Botanischer Name: Cuminum cyminum
Aussaatzeit: zum späten Frühjahr im Mai
Blütezeit: Juni bis Juli
Erntezeit: August bis September (etwa 40 Tage nach der Blüte)
Standort: vollsonnig
Herkunft: vermuteter Ursprung östlicher Mittelmeerraum und Ägypten, kultiviert im Mittelmeerraum, China, Indonesien im arabischen Raum und Mexiko

Darum ist Kreuzkümmel so gesund

Kreuzkümmel ist, besonders in seinen Anbaugebieten, ein beliebtes Gewürz und Bestandteil einiger Nationalgerichte. Doch bereits seit Tausenden von Jahren schätzen verschiedene Kulturen, wie beispielsweise die Indische, insbesondere dessen Heilwirkung

Diese liegt vor allem in den im Inneren der Pflanzensamen vorhandenen ätherischen Öle begründet. Sie regen besonders die Verdauungssäfte und den Stoffwechsel an. Daher kommt Cumin vielfach bei Verdauungsbeschwerden zum Einsatz.

Neben den ätherischen Ölen liegen den positiven Auswirkungen des Kreuzkümmels ein hoher Mineralstoffgehalt, Vitamine und Flavonoide zugrunde. Von den Mineralstoffen sind Kalzium, Magnesium, Eisen und Zink vertreten.

Zudem beinhaltet das Gewürz die Vitamine A, verschiedene B-Vitamine, Vitamin C und E. Die enthaltenen Flavonoide bestehen größtenteils aus Pflanzenfarbstoffen. Diese sind, verschiedenen Quellen nach, imstande, unser Herz-Kreislauf-System positiv zu beeinflussen.

100 Gramm des Kreuzkümmels enthalten folgende Nährwerte:

Kalorien: 408 kcal
Fett: 22,3 g
Protein: 17,8 g
Kohlenhydrate: 34 g
Ballaststoffe: 10,5 g

Vorkommen

Die genaue Herkunft des Kreuzkümmels lässt sich heute nicht mehr mit hundertprozentiger Sicherheit bestimmen. Erwähnung findet er allerdings bereits in vielen alten Schriften, beispielsweise aus dem Alten Ägypten.

Heimat und Anbauregionen des zugehörigen Gewächses liegen insbesondere im Mittelmeerraum, im arabischen Raum, in Asien, beispielsweise China und Indonesien sowie in Mexiko. Dementsprechend findet sich Kreuzkümmel in vielen Nationalgerichten dieser Regionen wieder. An den dortigen trockenen Sonnenstandorten entfaltet er sein volles Aroma.

Obwohl nicht üblich, lässt sich das Gewürz auch in klimatisch milden Regionen Deutschlands anbauen. Neben der direkten Aussaat im Freiland eignet er sich auch zur Topfkultur.

Vegetative Merkmale

Der Kreuzkümmel wächst an vollsonnigen Standorten als Pflanze kriechend, krautig, einjährig und etwa 40 bis 50 Zentimeter in Form von feinen Stängeln empor. Diese bilden Verzweigungen aus. Der Name lässt auf die kreuzförmige Blattstellung der Pflanze zurückführen.

Zudem besitzen die daraus getrockneten Früchte ein dem Kümmel ähnliches Aussehen. Beim Kreuzkümmel, wie wir ihn kennen, handelt es sich um die mit den Früchten der Pflanze getrockneten Samen. Diese lassen sich im Ganzen, geröstet oder gemahlen verwenden.

Systematik

Kreuzkümmel, botanischer Name Cuminum cyminum, gehört als Art zur Unterfamilie Apioideae, die wiederum aus der Pflanzenfamilie der Doldenblütler stammt. Seinem botanischen Namen verdankt der Kreuzkümmel die alternative Bezeichnung Cumin.

Anbau und Ernte

Um die Pflanze zu kultivieren, bedarf es keimfähigen Saatguts. Im Mai direkt in die Erde gesetzt, keimt der Samen nach 14 bis 20 Tagen bei Temperaturen von 15 und 18 °C aus. Dazu muss er etwa 2 cm tief und mit einem Abstand von etwa 30 – 40 cm in die Erde.

Der Boden sollte für das Wachstum immer aufgelockert, leicht feucht und nährstoffreich sein. Die unter diesen Voraussetzungen wachsende Pflanze gelangt während der Sommermonate Juni und Juli zur Blüte. Nach der Blütezeit trägt der Kreuzkümmel seine typischen kümmelähnlichen Samenfrüchte. Etwa 40 Tage nach der Blüte erreichen die Samen zwischen August und September ihre Reife. Sofern nicht zu viel Wasser oder Kälte ausgesetzt, gedeiht Kreuzkümmel als robuste und unkomplizierte Pflanze.

Sobald die Samen ausgebildet sind und das Grün der Pflanze einen leichten Gelbstich aufweist, steht die Ernte an. Nun lassen sich einzelne Stängel abschneiden und zum Trocknen – ausgebreitet in der Sonne oder gebündelt aufgehängt – aufbewahren. Sobald geschehen, gibt die Pflanze die Samen durch leichtes Schütteln frei.

Für die weitere Verwendung lassen sie sich im Ganzen nutzen oder zu dem beim Kochen gängigen Pulver verarbeiten. Es lohnt sich allerdings durchaus, Samenkörner im Ganzen zu kaufen und je nach Bedarf frisch zu mahlen. 

Hinweis
Neben der direkten Aussaat im Freiland lässt sich auch eine Vorkultur im Topf züchten. In diesem Fall bringst du das Saatgut im Februar in einem kleinen Topf in Aufzuchterde etwa 1 cm tief unter.  An einem warmen und hellen Standort gedeiht die Pflanze in feucht gehaltenem Substrat (Staunässe vermeiden!). Im Mai lassen sich die etwa 5 cm kleinen Kreuzkümmelpflänzchen dann im Freien einpflanzen.

Anmerkungen

Obwohl der gleichen Familie zugeordnet und trotz der Namensähnlichkeit bestehen zwischen Kreuzkümmel und Kümmel einige Unterschiede. Als Gewürze unterschiedlich im Geschmack entspringen sie zudem unterschiedlichen Gattungen der Familie der Doldenblütler. Allerdings existieren auch Gemeinsamkeiten, wie die Verwendung als Zutat im Tee. Vermeide also, trotz bestehender Ähnlichkeiten Kreuzkümmel und Kümmel miteinander gleichzusetzen.

Anwendungen in der Küche

Kreuzkümmel ist als Gewürz intensiv im Geruch und von einem unverwechselbaren, leicht bitteren Geschmack. Für einen Kauf steht er dir in Form ganzer Samen, gemahlen oder geröstet zur Verfügung. Aufgrund seiner Aromen findet er in vielen herzhaften Gerichten Verwendung, einzeln oder als Bestandteil einer Gewürzmischung.

Besonders intensiv im Geschmack erlebst du Kreuzkümmel als Zutat in Falafel oder auch in Chili con Carne. Insbesondere Eintöpfen verleiht er eine ansprechende Würze. Doch er lässt sich nicht nur essen, sondern auch trinken. Daher findet er sich auch, ebenso wie Kümmel, in fertigem Tee häufig als Aroma beziehungsweise Gewürzzugabe. Allerdings lässt sich Cumin auch separat zu Tee verarbeiten. Dazu verwendest du ihn einfach in ganzer, ungemahlener Form für einen Aufguss oder löst ihn als Pulver in Wasser auf.

Von dem Geschmack des Samens profitierst du je nach dessen Verarbeitung. So gibt es beispielsweise in gerösteter Form Abweichungen vom üblichen Aroma. Und natürlich kommt dieses je nach Hintergrund und Zubereitung der Speisen anders zur Geltung.

Dementsprechend besteht auch die Möglichkeit, dass das gleiche Gericht je nach Qualität und Verarbeitung des Kreuzkümmels anders schmeckt. Der Geschmack entsteht individuell, fällt aber dafür, je nach Gericht, umso charakteristischer aus.

Für folgende Zubereitungen lässt sich Cumin besonders gut verwenden:

  • herzhafte Eintöpfe oder Suppen (beispielsweise in Verbindung mit Hülsenfrüchten)
  • Fleisch- und Grillgerichte
  • Reisgerichte
  • Curry
  • und nicht zu vergessen: als Bestandteil von Tee

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Anwendung zu Heilzwecken

Kreuzkümmel ist nicht nur aufgrund seiner Eigenschaften als Gewürz, sondern auch als Heilpflanze bekannt und beliebt. In dieser Eigenschaft findet er bereits seit Tausenden von Jahren Verwendung. So ist er beispielsweise in der Heilkunst Ayurveda beziehungsweise im Rahmen der ayurvedischen Ernährung als Lebensmittel vertreten. Obwohl die Forschung bezüglich des Kreuzkümmels noch nicht ausgereizt ist, gelten einige Heilwirkungen als erwiesen.

Warum Cumin so gesund ist, zeigt sich bei einem genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe. Die unserer Gesundheit zuträgliche Wirkung des Kreuzkümmels ist auf das in den Samen enthaltene ätherische Öl zurückzuführen. Bei der Einnahme wirkt es spasmolytisch, also krampflösend.

Das rechtfertigt beispielsweise den Einsatz bei Durchfall oder Koliken. Die Einnahme von Cumin fördert in positivem Sinne den Speichelfluss und die Magensaftsekretion (Absonderung von Magensaft). Zudem unterstützt er die Bewegungsfähigkeit des Darms und die Gallenproduktion. Bestehen also Schwierigkeiten bezüglich der Gesundheit von Magen und Darm, leistet das Gewürz an vielen Stellen wertvolle Hilfe. Natürlich lassen sich die entsprechenden Wirkungen auch präventiv für die Verdauung nutzen.

Leidest du beispielsweise häufiger unter Blähungen oder Problemen mit dem Magen, lohnt der Griff zum Kreuzkümmel. Da krampflösend, besteht auch die Möglichkeit, ihn gegen Menstruationsbeschwerden einzusetzen.

Selbst gegen Mundgeruch nach Zwiebel- oder Knoblauchgenuss hilft es, eine kleine Menge des Samens im Mund zu zerkauen. In Bezug auf die körperliche Gesundheit gilt Cumin therapeutisch verwendet daher als sinnvolle Ergänzung der Hausapotheke.

Am einfachsten ist es natürlich, wenn du das Gewürz als Lebensmittel fest in deine Ernährung integrierst. Achte dabei immer auf hochwertige Produkte, da du hier in vollem Umfang von den Heilwirkungen des Cumins für deine Gesundheit profitierst.

Hier ein Überblick zu den potenziellen Anwendungsgebieten:

  • Blähungen
  • Leberschwäche
  • Magenschwäche, auch Reizmagen
  • Mundgeruch, auftretend nach dem Verzehr von Zwiebeln und Knoblauch
  • Darmkoliken (Bauchkrämpfe)
  • Fieber
  • Menstruationsbeschwerden
  • Durchfall
  • Verstopfung
  • Unterstützung der Darmflora
  • zur Bekämpfung des Darmpilzes Candida albicans
  • präventiv gegen verschiedene Krebsarten, beispielsweise in Bezug auf Magen oder Gebärmutter
  • Entgiftung des Körpers
  • zum Schutz der Knochendichte
  • beim Abnehmen
  • Verbesserung der Gedächtnisleistung
  • Reduktion der Stressanfälligkeit
  • Unterstützung der Genesung bei Husten oder Atemwegserkrankungen
  • zur Verbesserung der Insulinwerte bei Diabetes mellitus
  • Einsatz beim metabolischen Syndrom (Sammelbezeichnung für Symptome, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördern)

Anwendung Pflege und Schönheit

In Bezug auf Reduktionsdiät und Sport bekommen in regelmäßigen Abständen neue Trends und angebliche Wundermittel Aufmerksamkeit. Ob diese tatsächlich gesund sind, steht stets auf einem anderen Blatt. In Bezug auf die Wirkung des Kreuzkümmels scheint sich jedoch beides in Einklang bringen zu lassen.

Bereits einige medizinische Studien belegen einen Einfluss durch Kreuzkümmel in unserer Ernährung. Das Magazin beruft sich dabei beispielsweise auf Forschungsergebnisse der Shahid University. Diese erbrachte, dass der Verzehr von Kreuzkümmel effektiv beim Abnehmen beziehungsweise der Reduktion des Körperfettanteils hilft.

Aufgrund der verdauungsfördernden Eigenschaften trägt er letztlich auch zum körperlichen Wohlbefinden bei. Die Förderung des Stoffwechsels verdeutlicht, warum das Gewürz bei einer Diät beziehungsweise dem Abnehmen Effekte erzielt. Zudem unterstützt es unsere Gesundheit durch Bestandteile wie Ballaststoffe und Omega 3-Fettsäuren.

Für eine Gewichtsreduktion reichen pro Tag drei Gramm des Gewürzes zur Einnahme aus. Natürlich ersetzt diese weder eine auf gesunde Lebensmittel fokussierte Ernährung noch Sport. Wenn du dich also grundsätzlich nicht gesund ernährst, wirkt auch eine tägliche Dosis des Kreuzkümmels keine Wunder. Was es zu essen gibt, bestimmt den Erfolg. Das Gewürz fördert diesen ebenso wie deine Gesundheit. In Verbindung mit Sport und einer gesunden Ernährung lässt sich somit einiges erreichen.

Kreuzkümmel fördert die Gesundheit und bereichert die Küche

Ob als fester Bestandteil deiner Ernährung, pflanzliches Heilmittel für Magen und Darm oder bei Diät, Kreuzkümmel überzeugt auf vielen Ebenen.

Als Lebensmittel verwendet, verleiht er Speisen eine unverkennbare Würze. Gleichzeitig ermöglicht er es, diese gesund zu verdauen. Als Heilpflanze besitzt Cumin nicht nur eine lange Tradition, sondern bekommt auch, wie in puncto Diät, immer wieder neue Aufmerksamkeit.

Für die Wirksamkeit des Kreuzkümmels existieren daher bereits Nachweise aus der wissenschaftlichen Forschung und aus entsprechenden Studien. Doch diesbezüglich gibt es auch noch Spielraum, um dieser weiter auf den Grund zu gehen. So lässt sich künftig weiter ermitteln, in welchem Umfang das Gewürz imstande ist, zu helfen. Die Liste der bereits nachgewiesenen positiven Auswirkungen ist allerdings jetzt schon beachtlich.

Klar ist: Die robuste und sonnenverwöhnte Pflanze bringt mit ihrer Samenart viele gute Eigenschaften mit. Diesbezüglich ist sie deiner Gesundheit, insbesondere in Hinblick auf deine Verdauung, definitiv zuträglich. Das gilt vor allem in Bezug auf einen mehrheitlich gesund ausfallenden, von gesunder Ernährung und Sport begleiteten Lebensstil. Also lass dir von dieser beeindruckenden Gewürzart helfen und profitiere von den Vorteilen, die dir diese bietet.

Kreuzkümmel in der Übersicht

Was du über Kreuzkümmel wissen solltest
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