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Machst Du auch diese Fehler? – Wie Du es schaffst schlechte Gewohnheiten abzulegen

Machst Du auch diese Fehler? – Wie Du es schaffst schlechte Gewohnheiten abzulegen

(Low Carb Kompendium) – Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, ich denke das ist so gut wie jedem klar. Dass es sich dabei sehr oft ausgerechnet um schlechte Angewohnheiten handelt, das hat sicherlich schon der ein oder andere feststellen müssen, sei es bei dem eigenen Verhalten oder bei Freunden und Bekannten.

Wenn Angewohnheiten zu Problemen werden

Ganz problematisch wird es, wenn eine störende Gewohnheit den Lebenspartner nervt und die Beziehung belastet. Als Beispiele sind zu nennen die berühmt berüchtigte offene Zahnpastatube oder das Nichtaufhängen der Jacke an der Garderobe. Auch die Schuhe immer wieder im Weg stehen zu lassen bringt die Liebste oder den Liebsten auf die Palme… diese Liste könnte noch endlos fortgesetzt werden.

Nicht nur im Privatleben sind schlechte Gewohnheiten lästig und bieten Potential für einen Rosenkrieg, auch im Beruf sind sie hinderlich und machen das Leben schwer. Gerade wenn Du selbständig bist, passiert es eher, dass Du schlechte Gewohnheiten beibehälst oder sogar neu entwickelst, als wenn Du angestellt wärst.

Bist Du dein eigener Chef, schaut dir niemand auf die Finger und haut dir auch nicht auf selbige – natürlich bildlich gesprochen – wenn Du ineffizient arbeitest, falsche Arbeitsabläufe befolgst oder einfach bestimmte Dinge nicht machst.

Es sind meist sehr kleine Dinge, die eigentlich nur Sekunden bräuchten, aber wenn sie nicht getan werden, große Auswirkungen haben. Dazu ein simples Beispiel: Man schreibt zwar immerhin Adressen vom telefonischen Gesprächspartner gleich auf, aber natürlich nicht in ein ordentliches Adressbuch, ob nun aus Papier oder digital, sondern kritzelt die Adresse auf einen Zettel. Dieser Zettel ist natürlich auf Nimmerwiedersehen verschwunden, wenn man später die Kontaktdaten unbedingt braucht.

Lustig sind auch die Zettel, die unvermutet von irgendwoher immer mal wieder auftauchen. Auf diesen verflixten Papierschnipseln prangt meist eine Zahlenreihe, man tippt auf eine Telefonnummer – nur ohne Namen oder sonstige weiterhelfende Anhaltspunkte auf den Telefonnummernbesitzer. Immer wieder fragt sich derjenige in so einer Situation, warum zum Teufel er es nicht schafft, neue Daten ordentlich abzulegen.

Ein Außenstehender, der solche kleinen schlechten Gewohnheiten miterlebt, könnte dem armen Tropf nun raten, dass er doch einfach damit aufhören könnte und das Problem wäre gelöst. [ds_preview]

Ganz theoretisch gesehen wäre das wohl wirklich die Lösung des Problems – einfach etwas nicht mehr machen oder auch einfach anfangen etwas zu tun. Nur leider, wir alle haben sicher die Erfahrung schon machen müssen, ist es eben nicht so einfach!

Warum es so schwierig ist eine Gewohnheit abzulegen

Gewohnheiten sind ausgesprochen wichtig für unser Leben. Stell dir vor Du hättest keine Gewohnheiten, dann müsstest Du alles was Du tust ganz bewusst tun. Du müsstest dich auf jede Kleinigkeit konzentrieren, dir würde nichts mehr automatisch von der Hand gehen und Du müsstest manche Dinge sogar neu erlernen. Das wäre unglaublich anstrengend.

Aber zum Glück haben wir feste Verhaltensgewohnheiten, also auf welche Art und Weise wir etwas tun, zum Beispiel die einzelnen Handgriffe beim Essen kochen oder wie wir uns bewegen oder sprechen. Gewohnheiten haben den Sinn uns unser Leben zu erleichtern. Deshalb müssen unsere Gewohnheiten fest verankert sein und dürfen nicht einfach so verloren gehen.

Bei nützlichen Gewohnheiten ist das auch alles schön und gut, nur leider trifft diese Beharrlichkeit auch auf lästige Gewohnheiten zu. Unser Gehirn unterscheidet nämlich nicht zwischen guten und schlechten Gewohnheiten.

Willst Du nun eine Gewohnheit ablegen oder ändern, so wehrt sich dein Gehirn dagegen, es will die Gewohnheit beibehalten, egal wie schlecht sie auch ist. Wenn Du etwas anders machst, als Du es gewohnt bist, so fühlt es sich zuerst falsch an oder es kommen unangenehme Gefühle in dir auf, so dass Du schnell geneigt bist den Änderungsversuch aufzugeben.

Wie Du nun eine Gewohnheit änderst oder neu entwickelst

Es hilft alles nichts, eine Gewohnheit zu ändern oder zu entwickeln ist mit Arbeit verbunden. Auch wenn die neue Gewohnheit an sich nicht anstrengend ist und nur eine sehr kurze Zeit in Anspruch nimmt, wie zum Beispiel die Jacke aufzuhängen anstatt sie über den nächstbesten Stuhl zu werfen, so bedeutet es doch Arbeit.

Eine Angewohnheit kann man nicht aus dem Fenster werfen.
Man muss sie die Treppe hinunterprügeln, Stufe für Stufe.

Mark Twain

Der Aufwand besteht darin der Situation Aufmerksamkeit zu widmen, sie sich voll bewusst zu machen und gegen die aufkommenden unangenehmen Gefühle anzukämpfen. Die Gefühle im  Falle “Jacke aufhängen” könnten Unlust sein und Ärger darüber, etwas Bestimmtes tun zu müssen. In diesem Moment will man eigentlich gar nicht die Jacke aufhängen, es fallen einem seltsamerweise tausend Gründe ein es nicht zu tun. Um sich davor drücken zu können tut man es zur Not damit ab, dass es sowieso keinen Zweck hat oder verschiebt es auf später.

Das oben Beschriebene ist die schwerste Phase. In dieser Phase muss man sich immer wieder bewusst machen, dass es absolut keinen Grund gibt es nicht zu tun, sondern nur Gründe es doch zu tun und es dann aller Widerstände des Gehirns zum trotz einfach machen. Dabei hilft leider nur Willenskraft und Beharrlichkeit.

Um die Handlung bzw. Verhaltensweise zu festigen muss sie logischerweise ständig bewusst und willentlich wiederholt werden bis sie zur Gewohnheit geworden ist. Es ist die erste Zeit immer wieder erneut ein Kampf mit sich selbst, aber in dem Maße, in der sich die neue Verhaltensweise eingräbt, in dem Maße wird die alte Gewohnheit schwächer.

Auch wenn Du vielleicht auf eine leichte Lösung gehofft hast, auf den Stein der Weisen für die Gewohnheitsänderung, es bleibt nichts anderes übrig als dranbleiben und nicht aufgeben!

Wie lange es dauert bis eine Verhaltensweise zur Gewohnheit wird

Es kommt natürlich darauf an, was Du ändern oder dir angewöhnen willst. Sich ein einfaches Verhalten anzugewöhnen geht in der Regel schneller als komplexere Verhaltensweisen.

Philippa Lally untersuchte die Bildung von Gewohnheiten im Alltag. Für diese Studie wählten 96 Freiwillige eine alltägliche Gewohnheit wie zum Beispiel ein Ess- oder Trinkverhalten aus und dokumentierten jeden Tag, zwölf Wochen lang, ob sie das neue Verhalten durchgeführt hatten oder nicht.

Ergebnis der Studie war, dass die Ausbildung einer neuen Gewohnheit durchschnittlich 66 Tage dauerte. Jedoch besaß diese Etablierung einer neuen Gewohnheit eine große Spannbreite. Manche Verhaltensweisen wurden schon nach 18 Tagen geändert und andere brauchten wiederum bis zu 254 Tage, je nach Teilnehmer der Studie. Bisher ging man davon aus, dass neue Gewohnheiten nicht derart lange brauchten.

Philippa Lally stellte fest, dass der Automatismus, also die Gewohnheitsausbildung, eine Asymptote beschrieb.

Die Gewohnheitsausbildung beschreibt eine Asymptote

Eine weitere Erkenntnis von Lally war, dass es keine negativen Auswirkungen hatte, wenn die Studienteilnehmer zwischendurch mal einen Tag ausließen. Das heißt, ab und zu einen Tag nicht ihre neue Verhaltensweise durchführten.

Aber es spielte schon eine Rolle, wenn zwei oder mehr Tage ausgelassen wurden. Bei mehreren Tagen Nichtübens hintereinander verzögerte sich die Ausbildung der Gewohnheit. Das bedeutet, je kontinuierlicher die neue Verhaltensweise befolgt wird, umso eher wird der Punkt erreicht, an dem das Verhalten eine feste Gewohnheit ist.

Merke also: Einen Tag mit der neuen Verhaltensweise pausieren bedeutet kein Rückschlag, aber mehr als ein Tag hintereinander Pause bremst die Ausbildung der gewünschten Gewohnheit.

Nicht alles auf einmal

Mein Rat: Setze dir einzelne Ziele. Fange klein an. Nimm dir ein Ziel vor, das Du auch einigermaßen sicher erreichen kannst. Wenn Du das geschafft hast kannst Du weitere schlechte Gewohnheit bekämpfen. Das Erfolgserlebnis ist sehr wichtig und motiviert ungemein bei der nächsten Gewohnheit durchzuhalten.

Fazit zum Gewohnheiten ändern:

Gewohnheiten lassen sich wirklich ändern. Aber es kann manchmal länger dauern, als Du vielleicht vermutet hast.

Es gibt nur einen Weg zur neuen besseren Gewohnheit: Anfangen und durchhalten.

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