Die Fatburner-Diät – Was sie wirklich bringt und was Du erwarten kannst.

Die Fatburner-Diät – Was sie wirklich bringt und was Du erwarten kannst.

(Low Carb Kompendium) – Je klangvoller der Name einer Diät und je größer das Versprechen ist, desto mehr Menschen folgen ihr. Gerade sogenannte Fatburner haben in der heutigen Zeit Hochkonjunktur. Es gibt Unmengen an Präparaten und Abnehmpillen, die den Stoffwechsel auf Touren bringen sollen.

Die Fatburner-Diät reiht sich in die Riege der Diäten ein mit einem großen Versprechen. Du musst nur die richtigen Lebensmittel essen und die Fettpölsterchen schwinden von ganz alleine. Ob die Fatburner-Diät dieses Versprechen auch halten kann, erfährst Du im heutigen Erfahrungsbericht.

Die Theorie der Fatburner-Diät

Der Grundgedanke bei dieser Diät ist, den Stoffwechsel mit bestimmten Lebensmitteln auf Trab zu bringen. Dazu musst du nur aus einem bestimmten Pool von Lebensmitteln die richtigen Essen, um abzunehmen. Grundlage sind Nahrungsmittel aus den Bereichen Gemüse und Obst, die reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen, gesättigten Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen sind.

Gleichzeitig wird die zuvor an Eiweiß erhöht, um ein entsprechendes Sättigungsgefühl und noch stärkeren Fettverbrennungseffekt zu erhalten. Durch die aufgenommenen Vitalstoffe sollen sich des Nächtens die Fettzellen abbauen und die Muskulatur sowie Körperzellen erneuern.

Fatburner-Diät  – Was Du essen darfst.

Bei der Fatburner-Diät wird sich auf eine fettarme Mischkost konzentriert und auf fettreiche Lebensmittel so gut es geht verzichtet. Je nach ausgearbeiteten Konzept gibt es unterschiedliche Obst und Gemüsesorten, die du essen darfst. Die meisten Konzepte berufen sich darauf, dass gerade exotische Früchte bestimmte Enzyme enthalten, die die Fettverbrennung ankurbeln.

Dazu gehören unter anderem die Papaya, die Ananas oder die Kiwi. Bei anderen Ernährungsplänen der Fatburner-Diät stehen hauptsächlich Zitrusfrüchte und Beerenobst auf dem Speiseplan. Die dritte Sorte von Ernährungspläne sieht hauptsächlich heimische Gemüsesorten vor, wie Brokkoli, Spinat oder Feldsalat.

Eine einheitliche Grundlage gibt es also nicht, was daran liegt, dass diese Diät nicht von Experten ausgearbeitet wurde.

Nahrungsergänzungsmittel während der Fatburner-Diät.

Einige Abnehmprogrammen, die sich als sogenannte Fatburner-Diät ausgeben bieten zu kostenlosen Ernährungsplänen oftmals auch künstliche Fatburner-Tabletten oder andere Nahrungsergänzungsmittel an. Hier liegt der Köder oftmals im kostenlosen Ernährungsplan um im Anschluss mit verschiedenen Präparaten Geld zu verdienen.

Aus medizinischer Sicht sind solche Fett verbrennen Nahrungsergänzungsmittel nicht sinnvoll und im besten Fall nutzlos. Einige dieser Präparate, die es über dubiose Quellen im Internet zu erwerben gibt, können sogar gesundheitliche Schäden anrichten.

Einfluss der Ernährung auf den Stoffwechsel

Jeder Mensch hat seinen ganz eigenen persönlichen Stoffwechsel. Dieser ist abhängig von der Genetik, dem Gesundheitszustand, vom Körperbau, Anteil der Muskulatur und der täglichen Bewegung. Der Einfluss von Nahrungsmitteln auf den Stoffwechsel ist im Gegensatz zu diesen Faktoren verschwindend gering. Zwar sind Einflüsse messbar, jedoch nur unter Laborbedingungen, die natürlich optimal sind.

Kein Lebensmittel kann Wunder bewirken und die Pfunde nur so schmelzen lassen. Zwar enthalten viele dieser angeblichen Fatburner-Lebensmittel entsprechende Enzyme, die einen positiven Stoffwechsel haben könnten, diese werden jedoch durch die Magensäure zersetzt respektive aufgespalten.

Damit sind sie für den Einfluss auf den Stoffwechsel belanglos und können auch nicht in den ungeliebten Fettdepots wirken. Hier macht uns die gute alte Biologie einen Strich durch die Rechnung. Es gibt zwar Lebensmittel, die sich positiv auf die Verdauung auswirken und auch durch positive Auswirkungen auf die Wärmebildung im Körper haben, jedoch ist der Effekt auf den Energieverbrauch nur marginal und für die gesamte Betrachtung entbehrlich.

Bewertung der Fatburner-Diät

Die Fatburner-Diät ist zwar von der Ausgangstheorie eine Mogelpackung und verspricht mehr als sie hält, ist aber trotzdem eine gute Möglichkeit, um an Gewicht zu verlieren. Wenn das Hauptaugenmerk auf viel Gemüse liegt und in einem gesunden Maß Obst verzehrt wird, ist die Diät wenigstens nicht ungesund.

Der Körper wird mit wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien versorgt und erfährt keinen Mangel. Der Gewichtsverlust entsteht jedoch nicht durch die angeblich fettverbrennenden Lebensmittel, sondern einzig und alleine durch das Einsparen von Kalorien oftmals in Verbindung mit einem erhöhten Energieverbrauch durch Abnehmen mit Sport .

Zwar benötigt der Körper Nährstoffe als Bausteine für den Fettstoffwechsel jedoch sind am Ende nicht die Nährstoffe für den Fettstoffwechsel verantwortlich, sondern entsprechende Hormone.

Grundsätzlich sind Diäten wie die Fatburner-Diät nicht für eine dauerhafte Ernährungsumstellung geeignet. Ein vernünftiges Essverhalten wird aufgrund der eingeschränkten Lebensmittelauswahl nicht trainiert und die Gefahr in alte Verhaltensmuster zurückzufallen ist extrem hoch. Der damit verbundene Jojo-Effekt sollte also zwingend einkalkuliert werden.

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  1. […] Kohlenhydrate, aber viel Eiweiß zu sich nimmt, befeuert seinen Stoffwechsel, und damit seine Fettverbrennung. Ja, eine Kalorie ist eine Kalorie, aber nicht die Menge, sondern die Qualität entscheidet über […]

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