Low Carb Tipps & Tricks

Abnehmen am Bauch: Wie Du wirklich am Bauch abnimmst

Abnehmen am Bauch: Wie Du wirklich am Bauch abnimmst

(Low Carb Kompendium) – Abnehmen am Bauch ist der Wunsch vieler Menschen. Schließlich steht ein flacher, muskulöser Bauch für Sex-Appeal und Gesundheit. Nun stehst Du vor deinem Spiegel und bist gar nicht zufrieden und willst endlich am Bauch abnehmen?

Ich kenne dein Problem, denn auch ich hatte das zweifelhafte Vergnügen eines plötzlichen und unerwarteten Zuwachses von Bauchspeck.

Gut – wenn ich ehrlich bin, war es weder unerwartet noch plötzlich, sondern ein schleichender Prozess, der durch eine tödliche Mischung aus schlechter Ernährung, wenig Bewegung und viel Stress entstanden ist.

Wir beide wissen also, ein dicker Bauch ist einfach nur unattraktiv und macht nicht viel her. Doch es gibt auch eine gute Nachricht! Abnehmen am Bauch ist selbstverständlich machbar und Du kannst endlich wieder nackt sexy aussehen.

Abnehmen am Bauch – die größten Mythen

Bevor es an die besten Tipps geht, um am Bauch abzunehmen, sollten wir mit einigen Mythen rund um das Thema Abnehmen am Bauch aufräumen. Es gibt leider sehr viel Sondermüll an Texten im Internet, die von Abzockern in die Welt gesetzt werden, nur um den Menschen das zu geben, was sie lesen wollen.

Lass dich nicht veralbern und verzichte darauf, sinnlose E-Books oder andere angepriesene Wundermittel zu kaufen. In der Regel wird nicht dein Bauch abnehmen, sondern nur dein Geldbeutel. Schauen wir uns also einige der größten Mythen an.

Gezieltes Abnehmen am Bauch ist ganz einfach

Viele Anbieter im Internet werben damit, dass Du gezielt am Bauch abnehmen kannst. Leider ist das nur Augenwischerei und grundsätzlich nicht möglich. Grundsätzlich bedeutet mit einer minimalen Ausnahme.

Je besser eine Stelle am Köper durchblutet wird, desto höher ist an dieser Stelle auch die Fettverbrennung. Dieser Effekt ist jedoch so minimal, dass er nur (wenn überhaupt) für echte Profis im Bodybuilding von Bedeutung ist.

Die eindeutige Wahrheit ist, wenn Du am Bauch abnehmen möchtest, musst Du am ganzen Körper Fett verlieren. Wie sich jedoch dein Fett am Körper verteilt und vor allem in welchem Maße, liegt in deinen Genen und kann von dir leider nicht beeinflusst werden.

Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn wenn der Speck am Bauch zu viel ist, so besteht das Problem auch am ganzen Körper.

Mit Sit-ups nimmst Du am Bauch ab

Ein weiterer Mythos, der gerne genutzt wird, um das gezielte Abnehmen am Bauch zu propagieren, sind die allseits bekannten Sit-ups. Doch Sit-ups alleine lassen dein Bauchfett nicht schmelzen.

Zwar werden durch Sit-ups deine Bauchmuskeln trainiert und Du kannst dadurch einen Muskelzuwachs erhalten, für eine effiziente Fettverbrennung ist diese Übung jedoch kaum bis gar nicht geeignet. Denn der Kalorienverbrauch ist gegenüber anderen Übungen und Möglichkeiten zur Fettverbrennung verschwindend gering.

Du musst die oberen und unteren Bauchmuskeln trainieren

Dieser Mythos wird sogar von angeblichen Bodybuildern in ihren eigenen Blogs verbreitet. Das Erschreckende daran ist, dass diese Leute offensichtlich keine Ahnung von der menschlichen Anatomie und dem Aufbau der Bauchmuskulatur haben. Ich weiß nicht, warum diese Leute solch einen Unsinn verbreiten.

Fakt ist, dass der Bauchmuskel nicht in einen unteren und oberen Bauchmuskel, sondern in drei Muskelgruppen aufgeteilt ist. Um ein wenig Verständnis für die Anatomie der Bauchmuskulatur zu bekommen, nun ein wenig Theorie. Schließlich solltest Du wissen, wie deine Bauchmuskulatur aufgebaut ist, wenn Du am Bauch abnehmen willst.

Die vorderen Bauchwandmuskeln

Die vorderen Bauchwandmuskeln teilen sich in zwei verschiedene Muskeln auf. Der erste Muskel ist der Pyramidenmuskel. Der Pyramidenmuskel ist jedoch ein rudimentärer Muskel und hat für den Menschen keine funktionelle Bedeutung mehr. Bei ca. 18 % der Menschen fehlt dieser Muskel sogar. Der zweite Muskel der vorderen Bauchwandmuskulatur ist der gerade Bauchmuskel.

Dieser Muskel beginnt an deinem Brustkorb und endet am Becken, wo er am oberen Schambeinast befestigt ist. Der gerade Bauchmuskel ist bei einem geringen Körperfettanteil und entsprechendem Training für deinen Waschbrettbauch verantwortlich.

Dieser Muskel ist je nach Genetik von drei bzw. vier Zwischensehnen durchzogen und dadurch in einzelne Muskelbäuche aufgebaut.

Abnehmen am Bauch - Der gerade Bauchmuskel bildet optisch den sogenannten Waschbrettbauch
Abnehmen am Bauch – Der gerade Bauchmuskel bildet optisch den sogenannten Waschbrettbauch

Durch diesen optischen Aufbau des Muskels vermuten Laien, dass es sich um verschiedene Muskeln handelt, die unabhängig voneinander trainierbar sind. Fakt ist jedoch, dass es sich nur um einen einzelnen Muskel handelt.

Mache einfach einen Selbstversuch und probiere einfach mal den unteren Bereich deines Bauchmuskels unabhängig von deinem oberen Bauchmuskel anzuspannen. Du wirst feststellen, dass immer der komplette gerade Bauchmuskel unter Spannung ist.

Die seitlichen und hinteren Bauchwandmuskeln

Neben dem geraden Bauchmuskel, der für die hauptsächliche Optik des Waschbrettbauches zuständig ist, gibt es noch die seitlichen und hinteren Bauchwandmuskeln. Diese teilen sich in drei verschiedene Muskeln auf.

  1. Quer verlaufender Bauchmuskel
  2. Äußerer schräger Bauchmuskel
  3. Innerer schräger Bauchmuskel

Der querverlaufende Bauchmuskel wirkt bei deiner Atmung mit, ist zuständig für das Zusammenpressen des Bauches und der Absenkung deiner Rippen. Die beiden schrägen Bauchmuskeln neigen deinen Oberkörper zur jeweiligen Seite bzw. drehen ihn zur Gegenseite.

Werden beide schrägen Bauchmuskeln gemeinsam genutzt, so sind sie unter anderem für das Beugen deines Oberkörpers zuständig und werden beim Ausatmen genutzt.

Abnehmen am Bauch - Die schrägen Bauchmuskeln beugen den Oberkörper zur Seite und nach vorn
Abnehmen am Bauch – Die schrägen Bauchmuskeln beugen den Oberkörper zur Seite und nach vorn

Die hinteren Bauchmuskeln, auch als tiefe Bauchmuskeln bezeichnet, bestehen aus zwei unterschiedlichen Muskeln. Diese sind:

  1. Der quadratische Lendenmuskel
  2. Der große Lendenmuskel

Bei ca. 50% der Menschen wird der große Lendenmuskel noch durch einen kleinen Lendenmuskel erweitert. Der kleine Lendenmuskel ist jedoch nicht von Bedeutung und daher auch nicht bei allen Menschen ausgebildet.

Der quadratische Lendenmuskel ist sowohl beim Einatmen als auch beim Ausatmen aktiv und ist der Gegenspieler zum Zwerchfell. Der große Lendenmuskel ist der kräftigste Hüftbeuger beim Menschen und ist unter anderem für die Außenrotation und der Beugung zuständig.

Ich hoffe dieser kleine Ausflug in die Welt der Bauchmuskulatur, war jetzt nicht zu ausschweifend für dich. Jedoch ist es wichtig zu wissen, dass Trainingspläne für die untere und obere Bauchmuskulatur schlicht Bullshit und im schlimmsten Fall Abzocke sind. Schauen wir uns nun einen weiteren Mythos zum Abnehmen am Bauch an.

Du sollst Abends nichts mehr Essen um am Bauch abzunehmen

Oft muss ich in Facebookgruppen oder in Foren lesen, dass Menschen, die am Bauch abnehmen wollen, Abends auf die Nahrungsaufnahme verzichten. Teilweise geht es sogar so weit, dass die Personen hungrig ins Bett gehen.

Das sorgt aber meist nur für einen unruhigen Schlaf und im schlimmsten Fall zu Fressattacken am nächsten Tag. Es spricht nichts dagegen, dass Du auch Abends noch etwas isst. Vorzugsweise proteinreiche Lebensmittel um deinen Insulinspiegel nicht unnötig in die Höhe zu treiben.

Viele Low Carb Rezepte für eine ausgewogene und gesunde Ernährung oder um deinen Stoffwechsel anzuregen findest Du bei uns auf SaR. Nachdem wir gemeinsam einige der schlimmsten Mythen zum Thema „Abnehmen am Bauch“ betrachtet haben, geht es nun zu den besten Tipps.

Abnehmen am Bauch – viel Wasser trinken ist essenziell

Trinken ist ein Thema, das von vielen Abnehmwilligen leider stark vernachlässigt wird. Dabei ist die richtige Flüssigkeitsaufnahme ein wichtiger Bestandteil, um Körperfett loszuwerden.

Neben der Tatsache, dass der Körper Wasser zum Überleben benötigt, unterstützt dich die Flüssigkeitsaufnahme beim Abnehmen. Denn je mehr Du trinkst, desto geringer ist unter anderem dein Hungergefühl. Insbesondere zur Nahrungsaufnahme solltest Du immer 500 ml Wasser trinken.

Wasser ist der Quell des Lebens
Wasser ist der Quell des Lebens

Das Wasser sorgt für eine schnellere Sättigung und hilft dir beim Abnehmen. Zudem hält die Flüssigkeitsaufnahme deinen Stoffwechsel in Schwung. Denn Wasser sorgt für den Transport wichtiger Nährstoffe in deine Körperzellen und entfernt gleichzeitig Giftstoffe aus deinem Körper.

Je weniger Du trinkst, desto eingeschränkter sind diese Funktionen. Der Körper sieht Flüssigkeitsmangel als Notsignal und fährt bei Dehydrierung seine Funktionen herunter. Die Folge ist, dass Du kein Fett verbrennst, sondern einlagerst.

Ferner wissen viele Menschen nicht, dass Durst bereits ein Zeichen von Flüssigkeitsmangel ist. Du solltest also nicht erst Trinken, wenn bei dir ein Durstgefühl aufkommt. Trinke regelmäßig über den Tag verteilt und halte deine Körperfunktionen in Schwung.

Solltest Du kein Freund von Wasser sein, kannst Du auch ungezuckerten Tee wählen. Die Finger solltest Du von Säften oder Softgetränken wie Cola oder Fanta lassen, da diese zu viel Zucker bzw. Fruchtzucker enthalten.

Stress und Unruhe solltest Du vermeiden um am Bauch abzunehmen

Stress ist ein großer Faktor, wenn es um das Thema Abnehmen geht. Insbesondere bei negativem Stress und lang anhaltenden Stresssituationen wird die Gewichtszunahme gefördert. Der Körper reagiert bei dauerhaftem Stress mit der Ausschüttung des Stresshormons Cortisol.

Das Anti-Stress-Hormon Cortisol ist für den Menschen zwar überlebenswichtig und schützt deinen Körper vor den schlechten Auswirkungen der Stresssituation, begünstigt jedoch auch Heißhunger sowie die Bildung von Bauchfett, insbesondere dem inneren Bauchfett. Das innere Bauchfett ist zwar nicht für den ungeliebten Hüftspeck zuständig, gilt jedoch als das gefährlichere Bauchfett.

Durch das innere Bauchfett werden vermehrt Entzündungsstoffe produziert, die in normalen Mengen für das Immunsystem nützlich sind, jedoch bei verstärkter Produktion gesundheitsschädlich wirken. Auswirkungen können sein:

  • Herzinfarkt
  • Entzündung der Blutgefäße
  • Schlaganfall
  • Arteriosklerose

Anhaltender Stress ist also ein bedeutender Grund für die stetige Zunahme von Bauchfett und sollte von dir zwingend vermieden werden.

Krafttraining ist für Dich essenziell um am Bauch abzunehmen

Wenn es um das Thema abnehmen geht, wirst Du hauptsächlich den Tipp lesen, Kardiotraining zu betreiben. Das ist grundsätzlich nicht verkehrt, da Ausdauersport nicht nur gesund ist, sondern auch deine Ausdauer steigert.

Die Folge davon ist ein gesundes Herz und eine allgemein bessere Leistungsfähigkeit. Du wirst durch Kardiotraining nicht nur deine körperliche Leistungsfähigkeit erhöhen, sondern auch dein Gehirn wird es dir danken.

Für ein erfolgreiches Abnehmen ist Krafttraining und der damit verbundene Muskelaufbau jedoch die deutlich effizientere Variante. Denn nichts benötigt so viel Energie wie ein Muskel. Das ist auch der Grund, warum der Körper als erstes Muskelmasse abbaut.

Dein Körper will in erster Linie immer und grundsätzlich Energie sparen, um auf schlechte Zeiten vorbereitet zu sein. Muskeln sind jedoch ein absoluter Energiefresser und darum baut dein Körper Muskeln auch schneller ab als Fettgewebe.

Vielleicht hattest Du auch schon eine Operation und musstest über einige Wochen liegen respektive durftest dein Bein oder Arm nicht bewegen. Erinnerst Du dich daran, wie schlapp Du warst? Ja, dein Körper ist in dieser Hinsicht ein, verzeih die Wortwahl, echtes Arschloch. Schnapp Dir also einen Trainingsplan zum Muskelaufbau und beginne mit deinem Training um erfolgreich am Bauch abzunehmen.

Abnehmen am Bauch – mit der richtigen Ernährung kommst Du ans Ziel

Sport ist schön und gut um am Bauch abzunehmen und führt selbstverständlich zum Erfolg. Die Wahrheit ist jedoch, dass Sport nur einen Teil des Erfolges ausmacht. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ein weiterer wichtiger Baustein, um dein lästiges Bauchfett loszuwerden. Falsche Ernährung fördert nachweislich Zivilisationskrankheiten wie zum Beispiel Diabetes.

Eine gute Ernährungsweise schützt dich vor Krankheiten und liefert deinem Körper wichtige benötigte Nährstoffe. Zudem fördert eine gute Ernährungsweise den Blick auf eine allgemein gesunde Lebensweise. Welche Ernährungsweise Du schlussendlich wählst, ist dir überlassen.

Egal ob Low Carb, High Carb, Vegan, Vegetarisch oder was es sonst noch alles am Markt gibt. Es gibt nicht die eine Wahrheit da draußen. Ich bin zwar ein Fan von Low Carb aber das ist mein persönlicher Lifestyle. Du musst deinen Weg finden und eventuell gehst Du dabei sogar ganz neue Wege.

Abnehmen am Bauch - das Wichtigste für Dich im Überblick

Glaube nicht jedem Mythos

Gezieltes Abnehmen am Bauch ist nicht möglich

Eine gesunde Ernährung ist wichtig

Vermeide Stress

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